Ein grosser Erfolg
Swiss Dance Days in Bern: erfolgreich die Reichhaltigkeit der Szene aufgezeigt
Vier Tage wilder, wütender, normsprengender und versöhnlicher Tanz – die Swiss Dance Days, die Plattform für professionelles Schweizer Tanzschaffen, sind sehr erfolgreich verlaufen. Mit total 3800 Eintritten, 25 Shows, davon 19 ausverkauft, sowie einem gut besuchtem Kontextprogramm, gingen sie vom 11. bis 14.2.2026 in Bern über die Bühnen. Das entspricht einer Auslastung von 95%. Betrachtet, gefeiert und diskutiert wurde Tanz in seiner ganzen Bandbreite. Intime Solos, wilde Duette und starke Ensemblestücke nahmen sich ganz unterschiedlicher Formsprachen, Stilen und Praktiken an: von Ballettanleihen über Street Styles bis zu jamaikanischem Dancehall oder dem kongolesischen Sebene konnte erlebt werden. Gemeinsam mit den Partnern und Spielstätten aus der Region – Bühnen Bern, Dampfzentrale, Schlachthaus Theater, Tanzhaus Bern, Beta – Verein Berner Tanzschaffende, Tojo Theater, Kino in der Reitschule und Progr – hat Reso – Tanznetzwerk Schweiz die biennale Plattform organisiert.
Weltweites Veranstalter·innen Netzwerk
Das tanzende Publikum auf der Bühne während der Eröffnung, gut ausgelastete Vorführungen, sechs angeregte Diskussionsrunden, ein Nachgespräch, drei Parties und sehr viel Netzwerkarbeit in allen Ecken des Festivals stimmen uns sehr zufrieden. Über 150 Veranstaltende und mehr als 180 im Tanzsektor tätige Menschen haben die Plattform besucht – mehr als ein Drittel davon ist aus dem Ausland angereist. Diese Bilanz zeigt, dass die Swiss Dance Days ein gutes internationales Renommée geniessen und hier tätige Künstler·innen und ihre Stücke auf eine hohe Nachfrage stossen. Darum freuen wir uns, auf die nächste Ausgabe hinzuweisen: vom 2.-5.2.2028 finden die Swiss Dance Days in Genf statt.
Zusätzlich zu den Stücken wurden die Salons d’artistes abgehalten: hierbei stellten acht Compagnies – vermehrt im Bereich Nachwuchs – ihre Arbeit vor. Ein Fokus hierbei richtete sich auf die Berner Szene mit Charlotte Mclean, Sami Lea Samira Bernath, Marion Zurbach, Anna Chiedza Spoerri und der Cie Beweggrund.
13 Stücke aus 198 Eingaben
Die 13 ausgewählten Stücke boten tiefe Einblicke in die «sich stark entwickelnde», «unruhige und erfinderische» Schweizer Tanzszene, wie die Jury in ihrem Statement schreibt. Die Stücke wurden aus 198 Eingaben ausgewählt und während vier Tagen in Bern gezeigt. Die Selection verantwortet die fünfköpfige Jury mit Pascale «Baba» Altenburger, Tanzpädagogin Street- und Clubdances, Performerin (Bern), Brandy Butler, Performancekünstlerin (Zürich), Léo Chavaz, Co-Programmation Pavillon ADC (Genf), Lorenzo Conti, Tanzkurator LAC Lugano & Milanoltre Festival und Lisa Letnansky, Leitung Dramaturgie Tanzhaus Zürich.