Das Rahmenprogramm hebt Beziehungen und Praktiken der Tanzlandschaft hervor, die sich der Pflege, Stärkung, Förderung und dem Experimentieren verschrieben haben. Denn der Tanz besteht darauf «genau wie die Gesellschaft, Fragen zu stellen, sich auszudehnen und neu zu erfinden», wie die Jury der Swiss Dance Days in ihrer Erklärung deutlich macht.
Was bedeutet es, Experimente zu fördern? Angesichts der zunehmenden Prekarität innerhalb des «institutionellen» Tanzes kann Förderung eine neue Bedeutung erhalten: Dass wir unsere produktive Prekarität vergessen und einen Weg einschlagen, auf dem wir kontinuierlich Raum für Experimente schaffen.
Das Kontextprogramm für die Swiss Dance Days 2026 versucht, die Ambitionen ausgewählten Werke widerzuspiegeln. Es zielt darauf, einen Dialog darüber zu eröffnen, welche Bedingungen erforderlich sind, damit solche Werke entstehen können – institutionell, künstlerisch und persönlich. Wenn wir über die Prekarität sprechen, mit der Tanz und darstellende Künste heute konfrontiert sind, befassen wir uns mit Strategien, die Künstler·innen und Institutionen entwickelt haben, um ihre Gemeinschaften zu betrachten und zu sehen, wie genau sie sich gegenseitig unterstützen können.
Es ist eine Einladung, nicht nur über persönliche Vorlieben nachzudenken, sondern auch über breitere Perspektiven und implizite Rahmenbedingungen, die prägen, wie wir als Tanzszene Bewegung, Innovation und künstlerische Relevanz verstehen. Diese Fragen betreffen Künstler·innen, Publikum und Institutionen gleichermassen und fordern uns auf, sie gemeinsam anzugehen.
Von verkörperten Praktiken bis hin zu intellektuellen Diskussionen – das Rahmenprogramm bietet Raum für Kontakt, für Fragen, Strategien und Rückzug.
Kuratiert von Tejus Menon, Tina Odermatt und Nina Richard
Das ganze Kontextprogramm in der Übersicht. Hinweis: alle Veranstaltungen werden auf Englisch abgehalten.
Musik / Party
Lazy Club: Reach and Release
Eröffnungsparty
Same Love Afterparty: MEK X Listeners Delight
Abschlussparty
Salons d’Artistes
Künstler·innen Präsentationen für Veranstaltende
1 – Simon Waldvogel | Marion Zurbach | BewegGrund | Charlotte Mclean
2 – Anna Chiedza Spoerri | Cedric Gagneur | Soraya Leila Emery | Sami Lea Samira Bernath
Diskussionen
- Decolonial Parctice As an Artistic Venue
- Institutions Fostering Sustainable Artist Careers
- Culture as Resistance – Resistance as Culture
- Starke Interessensgruppen für die Schweizer Tanz- und Kulturszene
- Curating Amid Change: A Conversation on Jury Work
- Nachgespräch mit Thomas Hauert zu «Troglodyte, Zaungast / Zaunkönig»
- Growing Dance for Young Audiences
Die sechs Diskussionen innerhalb des Kontextprogramms sind darauf ausgerichtet, Themen aus den präsentierten Stücken zu vertiefen. Den Swiss Dance Days ist es wichtig, Raum anzubieten für vertiefenden und reflektierenden Austausch, für Dialog und Offenheit. Warum ist kein Stück für Junges Publikum in der Selection? Warum keines von einem Kollektiv oder zum Thema Inklusion? Und nach welchen Kriterien wählen Jurys eigentlich aus?
Themen werden aufgegriffen, die Programmierende von Festivals und Veranstaltungshäusern, genauso wie Förderstellen, Künstler·innen und Produktionsleitende und ihre tägliche Arbeit angehen: dekoloniale Praxis im Veranstaltungskontext, Tanzstücke für Junges Publikum, langlebige und nachhaltige Künstler·innenförderung, Möglich- und Widrigkeiten der Jury-Arbeit, die Kultur des Widerstandes sowie die Tätigkeiten der Schweizer Interessensgemeinschaften Tanz werden diskutiert. Die Diskussionen finden auf Englisch statt.
Workshops
Dancehall Workshop – mit CurrantBoss
Dancehall Workshop – mit Tamzz Outshine
F U L L: Sustaining tool(s) for performing artists/arthletes
FOOD / Bar / Common Space
Welcome-Apéro Eröffnungsparty
MealDeal-Angebote für Programmierende
Shubak Fayruz (Take Away), täglich 11.30-15h
Programmers’ Dinner (offeriert)
Sous le Pont (Restaurant)
Le Beizli (Restaurant)
Festivalzentrum in der Progr-Stube, täglich
SDD Bar