Bern
Edition 2026
Edition 2026
FUEGO CONTIGO
Joseph Baan
Die eigene Inkohärenz trainieren
Dekonstruktion der Lesbarkeit
Undurchsichtigkeit
Dunst
In «BI0Wn» nutzen Joseph Baan und Luc Häfliger Zweideutigkeit, Unlesbarkeit und Inkohärenz als Strategien zur Befragung, Verhandlung und potenziellen Abschaffung der Zwänge, in die man hineingeboren wird. Soziale und staatliche Grammatiken versuchen generell, Individuen auf solche Arten zu kategorisieren, zu organisieren und zu quantifizieren, um sie für ihre Raster sichtbar zu machen. Dabei werden Individuen gezwungen, sich ihrer Logik gemäss zu verhalten. Als unlesbar, unkenntlich oder inkohärent zu erscheinen, bedeutet eine Zurückweisung dieser Grammatiken und ihrer Logiken, potenziell auch eine Flucht vor ihnen. Das Werk lenkt den Blick des Publikums, indem es auswählt, was es zeigen und was es verstecken will; durch Licht und Dunkelheit, Klang und Geräusch, Formen und Texturen, sowie Performativität oder auch die Verweigerung der Performance. Das«Training der eigenen Inkohärenz» wird in «Bl0Wn» zu einer Methodologie und Spielanleitung, um darüber nachzudenken, wie das Unkenntlich-Werden die Befreiung von identitären Kennzeichen ermöglichen könnte.
Joseph Baan ist Künstler·in und Pädagog·in. Baan erwarb einen Master-Abschluss in bildender Kunst an der Goldsmiths University in London (2015) und ist gegenwärtig als Kompliz·in dem Tanzhaus Zürich verbunden. Baan produziert Aufführungen, Installationen, Texte, Gruppenwerke, kollaborative Formate und Partituren, die versuchen, die Probleme von Beziehungen, der sich verändernden Rollen und Lesarten von Macht und Kontrolle im Verhältnis zu Affekt und Gesten der Fürsorge, zu erkunden. Baan interessiert sich für die Komplexität der Kollektivität und die Möglichkeit, eine Solidarität zu etablieren, die nicht homogenisiert, sondern Unterschiede bestätigt. 2023 erhielt «Bl0Wn» den Publikumspreis beim Swiss Performance Art Award. 2025 absolvierte Baan einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt am Swiss Institute in New York.
Gotgha (alias Luc Häfliger) ist Komponist·in, Performer·in und Soundkünstler·in. Nach Abschluss des Bachelorstudiums in Sound Arts an der Hochschule der Künste Bern (HKB) sammelte Gotgha erste Erfahrungen in der darstellenden Kunst und kollaboriert und performt nun regelmässig mit Joseph Baan. Durch die Linse des Noise erforscht Gotgha klangliche und performative Zustände, in denen die Grenzen zwischen Kontrolle und Ekstase fliessend werden. Gotghas Arbeiten wurden sowohl im nationalen als auch im internationalen Kontext präsentiert, darunter beim les Urbaines, dem Drifts Festival Helsinki, der Kunsthalle Zürich, dem ZKM Frankfurt.
Die Räume des Tanzhauses sind vom Dalmaziquai über das Treppenhaus im Brückenpfeiler erreichbar. Für Besuchende mit Mobilitätsbehinderung steht eine bodenbündige Hebebühne und ein Fahrstuhl zur Verfügung. Eine Assistenz steht bereit, welche Hebebühne und Fahrstuhl bedient. Es ist keine Anmeldung nötig, aber bei grossem Andrang auf den rollstuhlgängigen Zugang kann es zu kurzen Wartezeiten kommen.
Für den Zugang ausserhalb der Spielzeiten, steht eine Telefonnummer zur Verfügung, bei der man die Assistenz anfordern kann.
Eine zugängliche Toilette ist vorhanden.
- starker Rauch/Dunst
- lauter Lärm
Englisch
www.josephbaan.com
Out of Joint (2026), 3 Performer·innen
Booking Kontakt: tbd
Choreografie Joseph Baan, in Zusammenarbeit mit Luc Häfliger
Performance Antoine Weil
Produktion Philip Finsterbusch
Technik Hannah dal Cero
Konzept, Regie, Choreografie Joseph Baan
Performance Joseph Baan, Luc Häfliger
Sounddesign & Komposition Luc Häfliger
Dramaturgische Unterstützung Joshua Wicke
Koproduktion Tanzhaus Zürich
Tanzhaus Bern
Dalmaziquai 69, 3005 Bern
Google Maps
Diskussion
Diskussion
CurrantBoss
Tamzz Outshine
Mélissa Guex
Workshop
Jeremy Nedd
Baptiste Cazaux
Diskussion
Diskussion
Bast Hippocrate
Aya Metwalli | Nelly Hello | Sirens of Lesbos
Jolie Ngemi
Catol Teixeira
Diskussion
Théâtre de l’extrême / Luana Volet
Théâtre de l’extrême / Luana Volet
DJ Angy Kumuli / DJ Pappi
DJ Apinti
Salons d’artistes – Tag 1
Salons d’artistes – Tag 2
Company MEK / Muhammed Kaltuk
Diskussion
Trajal Harrell / Zürich Dance Ensemble
ZOO / Thomas Hauert
Tiran Willemse